Japanisches Streetfood, Taiko-Trommeln und Cosplay – zweimal im Jahr kannst du all das auch in Deutschland erleben: Nämlich auf der Japandult („Dult“ ist im Südosten Deutschlands ein Volksfest/ Jahrmarkt).
Dieses Fest findet seit 2013 jeden Sommer und Winter in München statt und ist das bayerische Äquivalent zum Japandom, der seit 2015 in Hamburg veranstaltet wird. Für alle, die sich darüber hinaus für Japan interessieren, gibt es auch seit 2019 das Japanese Food & Design Festival in Hamburg und seit 2018 den Japanmarkt in Berlin.
Der Veranstalter „Moij Momente“ plant außerdem ein weiteres Kulturevent in Leipzig.

Aber was kannst du auf der Japandult erleben und was solltest du beachten?

Das und vieles mehr erfährst du im folgenden Beitrag:

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※ Eine Liste mit allen Ausstellern, dem aktuellen Kulturprogramm und News zur Veranstaltung findest du auf der Website der Japandult.

1. Kulinarik

Auf der Japandult warten viele Buden mit japanischen Köstlichkeiten auf dich. Von Streetfood über Gebäck bis hin zu Tee ist für jeden Geschmack etwas dabei, wobei sich die Anbieter jährlich ändern können.

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Ein Stand, die bereits auf der Japandult zu finden war, ist zum Beispiel die Konditorei Tanpopo (japanisch für „Löwenzahn“), wo du unter anderem köstliche Meronpan kaufen kannst. Das ist ein in Japan sehr bekanntes und beliebtes süßes Brötchen, das anders als der Name vermuten lässt, keine Melone beinhaltet, sondern lediglich Zuckermelonen ähnlich sieht. 

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Auch schon auf der Japandult „stationiert“ war Kintsugi Streetfood, wo es Takoyaki gibt. Das ist eine Spezialität aus Osaka, an der ich mich auch bereits versucht habe.
Takoyaki sind kleine Teigbällchen, die mit Tintenfisch gefüllt werden und anschließend mit Okonomiyaki-Sauce übergossen, mit Aonori bestäubt und mit Katsuobushi (hierzulande oft als „Bonito-Flocken“ verkauft) garniert werden. Frisch sind sie zwar unglaublich heiß, schmecken aber fantastisch!

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2. Einkaufen

Neben den Ständen mit Essen gibt es auch sehr viele Stände mit Kunsthandwerk, Büchern, Lebensmitteln, Kleidung, Accessoires, Dekoartikeln - die Liste ist endlos.
Die Stände sind auf zwei Hallen und den Verbindungstrakt verteilt und bieten dir eine unglaublich große Auswahl.

Beispiele für Läden, die bereits einen Stand betrieben haben, sind zum Beispiel „Mia goes to Tokyo“, wo du alles findest, das irgendwie „kawaii“ (japanisch für niedlich/ süß) ist, oder „Fimobakery“, wo du unter anderem aus Fimo hergestellten Schmuck und Magnete kaufen kannst. Auch Hiroko Schupp hatte bereits ihren eigenen Stand, an dem du Taschen aus traditionellen Stoffen, Accessoires und Kalligrafie kaufen kannst und bei „Kawaii München“ gibt es Furoshiki, Origami-Schmuck und vieles mehr.
Auch die Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V. war bereits vertreten.

3. Kulturprogramm

Außer den vielen Möglichkeiten, dein Geld loszuwerden gibt es auch ein umfangreiches und vielseitiges Rahmenprogramm, wie etwa die alljährliche Eröffnung mit Taiko-Trommeln.
Im Laufe des Tages finden dann auch Konzerte, Schwertkämpfe und Vorführungen von traditionellen Kunstformen wie Ikebana (Blumen-Steck-Kunst) statt und es gibt Workshops.
In diesen kannst du beispielsweise lernen, wie du richtig Origami faltest, oder wie man einen Manga zeichnet.
Zum 15-jährigen Jubiläum 2022 war auch Cosplayer SnowDragon zu Gast und der BR drehte eine Dokumentation über Cosplay (zusammengesetzt aus eng. „costume“ und „play“; zu Deutsch „Kostüm-Spiel“).

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4. Barrierefreiheit

Die Japandult findet inzwischen auf dem Gelände des Feierwerks, genauer in der Kranhalle, in Hansa 39, dem Café zwischen den beiden Hallen und der Wiese davor, statt. Leider ließen sich keine offiziellen Informationen zur Barrierefreiheit finden, allerdings sind die Hallen jeweils ebenerdig und der Höhenunterschied wir durch eine lange Rampe im Café ausgeglichen. In der Kranhalle gibt es außerdem eine Rollstuhltoilette.
Die Essensstände stehen auf der Wiese vor den Hallen und um dorthin zu gelangen musst du  einen Teil dieser Wiese überqueren, wie es auf einem der Bilder zu „Kulinarik“ erkennbar ist.

5. Tips

  • Falls du damit leben kannst, die Taiko-Trommeln zu verpassen und, wie zum Jubiläum 2022, nicht als einer der ersten Gäste einen gratis Jutebeutel zu erhalten, solltest du erst später anreisen. Zu Beginn der Dult ist die Schlange am Eingang nämlich unglaublich lang und bei den Außentemperaturen im Juli ist das lange Anstehen recht unangenehm.
  • Was du nämlich wissen musst: Anders als bei einer normalen Dult musst du bezahlen, um auf das Gelände zu gelangen. Im Vorverkauf sind die Preise günstiger (Stand 2022: 10€ pro Erwachsener und 7€ online), wobei Kinder bis einschließlich 15 Jahre das Fest kostenlos besuchen dürfen. 
  •  Für deine Einkäufe solltest du außerdem entweder (falls möglich) am Eingang eine Tasche kaufen oder eine eigene mitbringen, da du für kleine Einkäufe zum Teil keine Tüte bekommst oder irgendwann mit einem dutzend kleinen Tüten über das Gelände stolperst.

Das waren die wichtigsten Informationen zur Japandult in München.